Erklärung der YPJ zum 25. November

Wir setzen den Kampf von Hevrîn, Dayika Eqîde, Amara und den Mirabal-Schwestern fort.

In den Personen der Mirabel-Schwestern und den großen Opfern unserer Freundinnen Amara und Hevrîn sowie den revolutionären Bestrebungen von Dayika Eqîde erinnern wir uns an die Anstrengungen und Opfer aller Frauen für ihr Land, ihre Identität und der Verteidigung der Werte der Gesellschaft. Wieder einmal versprechen wir den ehrenwerten Widerstand unserer gefallenen Freundinnen und Freunde fortzuführen und unseren Kampf gegen Unterdrückung zu intensivieren.

Im Laufe der Geschichte sind Frauen, die aufgestanden sind und sich gegen Unterdrückung und die dominante männliche Mentalität gewehrt und gekämpft haben, mit brutalen Angriffen konfrontiert worden. Das sehen wir am Beispiel der Geschichte der drei Schwestern, die sich weigerten, sich zu beugen und gegen den Staat der Dominikanischen Republik kämpften. Das System der männlichen Dominanz sieht selbstbewusste Frauen, die sich für gesellschaftliche Werte einsetzen, als eine Gefahr für sich selbst. Es verwendet die schmutzigsten Taktiken und Pläne, um sie physisch, mental und spirituell zu zerstören. Wir begannen unseren Kampf mit diesem Wissen. Wir machten uns auf den Weg dieses Kampfes, um die Kraft der Selbstverteidigung der Frauen zu entwickeln und um uns gegen all die Brutalität, die Frauen zugefügt wurde, behaupten zu können.

In der Zeit, in der wir heute leben, ist der Kampf der Frauen deutlich, er findet überall auf der Welt und insbesondere im Mittleren Osten statt. Das System der Unterdrückung sammelt heute alle seine Kräfte zusammen. Die Realität zeigt uns deutlich, dass diese Kräfte versuchen werden alles mit jedem bisschen Kraft, die sie aufbringen können, zu zerstören. Seit zehn Jahren werden die brutalen Banden, die versuchen die Gesellschaft und ihre Werte zu vernichten, als Waffen der unterdrückerischen Kräfte gegen die Gesellschaft eingesetzt. Anführer all dieser Banden ist der IS, der der ganzen Welt Angst einflößte und unter verschiedenen Namen hunderte von Gruppen gegründet gründete. Diese Gruppen sind ein Produkt der Denkweise, auf die sich das kapitalistische System stützt. Die Wurzeln des brutalen Vorgehens dieser Banden sind das verborgene Gesicht der Nationalstaaten. Im Vordergrund stehen der mörderische türkische Staat und seine Komplizen sowie das ganze blutrünstige System, das entschlossen ist unseren Kampf zu besiegen. Das sehen wir deutlich in dem Angriff gegen die Revolutionärinnen Hevrîn Khalaf, Dayika Eqîde, Amara Renas und hunderte weiterer Freundinnen und Freunde. Diese bewussten Angriffe zielen darauf ab, die Werte der Gesellschaft zu vernichten. Diese Taten sind verantwortlich für die Zerstörung sämtlicher Errungenschaften, die die soziale Revolution erreicht hat. Für unsere Bevölkerung wird der 9. Oktober diesen Jahres schwer belastet in die Geschichte eingehen.

In dieser Zeit des Widerstandes empfangen wir auch den 25. November. Noch einmal wiederholt sich die Geschichte an unseren Freundinnen Hevrîn, Dayika Eqîde und Amara. Gezielt töten der türkische Staat und seine Banden unsere Freundinnen auf die brutalste Art und Weise, spielen mit ihren toten Körpern und verbreiten das alles in den Medien. Diese Stufe der Brutalität offenbart die Intensität der Herrschaftsgewalt. Angesichts dieser Brutalität benötigen wir eine neue Ebene des Kampfes, um als Frauen dem 25. November seine Bedeutung zu geben und dessen Ursprung in Solidarität und Widerstandsgeist wieder zu finden.

Wo auch immer in der Welt du bist, lass jede Frau, jedes Kollektiv und jede Organisation für die Freiheit der Frauen und der Gesellschaft kämpfen. Jede Frau muss ihren eigenen Platz und ihre Rolle als Vorreiterin einnehmen. Der Kampf um die Freiheit ist so mächtig, dass keine Form von Gewalt oder Besatzung sie zerschlagen kann.

Auf dieser Grundlage rufen wir alle Frauen in der Welt auf, sich zusammenzutun und unsere Stimme gegen die Besatzung zu erheben, die heute sowohl den Frauen im Nahen Osten als auch überall dort zugefügt wird, wo die Gefahr von Gewalt und Besatzung besteht. Der Kampf der Mirabal-Schwestern lebt heute im Kampf von tausenden von Frauen weiter. Wir sind bereit, jeden Preis zu zahlen, um die Erfolge des Frauenkampfes zu verteidigen. Für die Hoffnungen der Schwestern, für den Kampf unserer Freundinnen Hevrîn, Dayika Eqîde und Amara, für all unsere tausend von gefallenen Freundinnen und Freunde werden wir unseren Kampf in unserem legitimen Recht auf Selbstverteidigung gegen die Besatzung noch weiter verstärken.

Mit diesen Gedanken und Glauben kommen wir am 25. November zusammen. Wir grüßen den Kampf unserer Schwestern und Mütter und erneuern ein weiteres Mal unser Versprechen unseren gefallenen Freunden und Freundinnen gegenüber.

YPJ Generalkommandantur

24.11.2019

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