“Der Widerstand geht weiter” – Erklärung von Kongra Star zum 2. Jahrestag der Bestatzung Afrins

Am zweiten Jahrestag der Besatzung Afrins, dem 18. März, erinnern wir uns an die MärtyrerInnen des Widerstands, an die MärtyrerInnen Avesta, Barîn, Karker, Rojhat, Hêlîn und Ilham sowie allen anderen MärtyrerInnen, die im März gefallen sind und die den Weg der Freiheit gingen. Wir zeigen unseren Respekt vor dem Widerstand der Bevölkerung Nord- und Ostsyriens sowie der Menschen in Afrin, die sich seit 58 Tage den unterdrückerischen türkischen Streitkräften und ihren jihadistischen Söldnern widersetzten. Sie setzen ihren Widerstand im Camp in Shahba fort, trotzt der harten Bedingungen und der Politik, die sie von ihrem Land trennen und ihren Willen sowie ihre Hoffnungen auf eine Befreiung Afrins brechen wollen.

Afrin war der letzte sichere Ort für SyrerInnen, die vor dem Krieg flohen und ein sicheres Leben suchten. Afrin war selbstverwaltet und eine Region gezeichnet von Frieden, Schutz, kommunalem Zusammenleben und einem vielfältigen ökologischen System. Seit der Besatzung durch den faschistischen türkischen Staat und seiner jihadistischen Söldner herrscht in der Region jedoch Panik und Angst. Jetzt gibt es keine Sicherheit mehr, da die türkische Armee und ihre jihadistischen Söldner Häuser plündern und Familien berauben. Sie entführen Frauen und minderjährige Mädchen, um sie zwangszuverheiraten, zu vergewaltigen und töten ZivilistInnen. Diese Terrorisierung der Menschen in Afrin erfolgt in der Hoffnung, sie abzuschrecken, und um den demografischen Wandel in der Region weiter durchzusetzen.

Tausende Oliven- und Obstbäume wurden gefällt, um die Natur der Region zu zerstören. Dutzende archäologische Stätte und religiöse Artefakte, die die kurdische Geschichte und den Glauben der Menschen in Afrin repräsentieren, wurden zerstört. In den letzten zwei Jahren siedelten sich Familien von Jihadisten aus anderen Gebieten Syriens an, da diese zuvor vom syrischen Regime eingenommen wurden. Zehntausende von ihnen wurden nach Afrin gebracht, um die ethnische und demographische Struktur und Zusammenleben in dieser Region zu verändern und die indigene Bevölkerung zu vertreiben. Mit ihrer Besatzung hat die Türkei auch damit begonnen die kurdische Sprache zu verbieten und die türkische Sprache in den Schulen als Pflicht vorgeschrieben.

Obwohl alle Verbrechen der Türkei und ihrer jihadistischen Söldner dokumentiert und veröffentlicht wurden, haben die internationale Gemeinschaft, die Menschenrechsorganisationen und die humanitären Organisationen geschwiegen. Niemand ist gekommen, um die Menschen in Afrin zu unterstützen. Dennoch bleiben die Menschen, auch nach all dem Leid was sie erfahren haben, mit ihrem Land verbunden und werden die Hoffnung nicht aufgeben, eines Tages ihr Land zu befreien und dorthin zurückzukehren. Die Bevölkerung Afrins wird den faschistischen, unterdrückerischen türkischen Staat und seine jihadistischen Söldner niemals akzeptieren. Die Menschen in Afrin werden weiterhin Widerstand leisten, wie viele Schwierigkeiten sie auch noch durchmachen müssen.

Die täglichen Operationen der Befreiungskräfte Afrins gegen die Besatzung durch den türkischen Staat werden fortgesetzt. Unsere mutigen Männer und Frauen werden weiter kämpfen und sich den Besatzungsmächten widersetzen.

Kongra Star

17. März 2020

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