Kongra Star: „Wir rufen dazu auf, unseren Kampf zu stärken und den Faschismus sowie Besatzung zu besiegen“

In der Nacht des 14. Juni griff der faschistische türkische Staat und Besatzer die Region Shengal, das Flüchtlingslager in Maxmur und die Medya Verteidigungsgebiete mit seinen Luftwaffen an.

Wir als Kongra Star verurteilen aufs Nachdrücklichste diese grausamen und unmenschlichen Angriffe auf unser Volk und unsere Regionen.
Der türkische Staat versucht seine Existenz weiterhin aufrecht zu erhalten, indem er das kurdische Volk angreift. Dieser Angriff ist das Ergebnis der Angst des faschistischen Staates, seiner Angst vor dem kurdsichen Volk und den kurdischen Frauen.

Diese Angriffe werden uns niemals zum Schweigen bringen oder einschüchtern, weil wir ein wiederständiges Volk sind. Unser Widerstand bedeutet unsere Existenz und ist legitim. Diese grausamen Angriffe schwächen den faschistischen türkischen Staat. Wir werden jedoch mit unserem Widerstand noch stärker. Mit jedem Angriff stärkem wir unsere Wut gegen den Faschismus und die mörderische Mentalität.

Das osmanische Reich führte 1915 den Seyfo Genozid an den assyrischen, chaldäischen und aramäischen Völkern durch. Millionen von Menschen fielen dem osmanischen Faschismus zum Opfer. Bis heute setzt der faschistische türkische Staat diese Brutalität fort. Er verfolgt eine Politik der Verleugnung und Zerstörung gegen die widerständigen und freiheitsliebenden Menschen und greift unsere Region an.

Diese Angriffe des faschistischen und mörderischen Staates verstoßen gegen alle humanistischen Prinzipien und das Völkerrecht. Aktuell finden diese Angriffe im Irak, in Südkurdistan statt. Durch diese wurden der Natur und der Gesellschaft große Wunden zugefügt. Angesichts dieser Angriffe des türkischen Staates reichen die beschämenden Statments der Regierung von Bagdad nicht aus.

Die irakische Regierung, die Regionalregierung Kurdistans und insbesondere das Regionalparlament Kurdistans müssen sich ihrer moralischen Verantwortung stellen. Solche Angriffe sollten nicht zugelassen werden. Gleichzeitig darf die irakische Bevölkerung diese Aggression nicht akzeptieren, sie muss Stellung beziehen. Die Kultur der widerständigen Menschen in Südkurdistan ist eine würdevolle. Die Gesellschaft in Südkurdistan muss zu ihrem Land, ihr Leben und ihrer Kultur stehen. Der beispiellose Kampf ist durch die Avandgarde der Frauen geprägt.

Wer diesen Verrat und die Angriff nicht akzeptiert, muss seine Stimme erheben und Haltung beziehen. Diese Angriffe fanden im Verlauf der Bemühungen um einen Prozess der nationalen Einheit statt. Sie wollen diese Versuche, die Kurden zu vereinen, unterbinden. Der Wille des kurdischen Volkes und der kurdischen Frauen drückt sich in der nationalen Einheit und einer demokratischen Nation aus. Die Feinde des kurdischen Volkes sind sich dieser Tatsache bewusst, deswegen wollen sie nicht, dass diese Einheit zustande kommt.

Wir wissen sehr gut, dass wir bis heute mit viel Mühe und Arbeit großartige Dinge erreicht haben. Diese Werte und die Arbeit aller, insbesondere der Frauen in Südkurdistan, der Frauenorganisationen und -institutionen, müssen bewahrt werden. Sie müssen zu diesen Werten stehen und damit ihre Haltung gegen Besatzung, Völkermord, Vergewaltigung und brutale Angriffe einnehmen. Diese Besatzung und dieser Verrat wird vor allem an uns Frauen durchgeführt. Angesichts des Verrats muss die Stimme der Frauen sich erheben.

Der türkische Staat greift (Rojava) Westkurdistan mit dem Ziel an, die Stimme der Revolution zu ersticken. Mit dem Ziel des demografischen Wandels sollen die Menschen in den vom faschistischen Staat besetzten Gebieten vertrieben werden, indem dschihaddistische Banden dort hingeschickt werden und tagtäglich Kriegsverbrechen begehen. Entführung, Vergewaltigung, Mord, Verhaftung, gezielte Entführung von Frauen, Kindern und Jugendlichen sind alles Kriegsverbrechen. Aber die internationale Gemeinschaft hat bis heute geschwiegen und diese Stille gibt zu denken.

Das Schweigen der internationalen Organisationen ist der Grund für die Stärkung des Faschismus des türkischen Staates und seiner Bedrohungen auf der ganzen Welt. So gehen ihre mörderischen Handlungen weiter. Dies sehen wir beispielsweise in den Angriffen auf die PolitikerInnen und die gesamte Bevölkerung Nordkurdistans und in den brutalen Angriffen auf die Gräber und Leichen unserer MärtyrerInnen. Aber das kurdische Volk ist nicht allein. Deshalb senden wir unsere Grüße und Liebe an die Freund*innen des kurdischen Volkes, die eine würdevolle Haltung gegen den faschistischen türkischen Staat einnehmen und die Angriffe öffentlich machen. Diese Haltung und Aktionen decken Kriegsverbrechen auf und machen auf die täglichen Angriffe aufmerksam. Darüber hinaus sind diese Aktionen unserer Freund*innen gleichzeitig auch ein Gruß an den Widerstand der Frauen.

Schließlich bekräftigen wir ein weiteres Mal unsere Verurteilung dieser Gräueltaten und fordern die internationale Gemeinschaft auf, ihre Verantwortung zu übernehmen. Stoppen Sie diese Angriffe!

Wir rufen auf unseren Kampf, mit den Frauen und der Jugend als VorreiterInnen, zu stärken und den Faschismus sowie die Besatzung zu besiegen.

Bimre dagirkerî u xiyanet – Nieder mit der Besatzung und dem Verrat!
Bijî têkoşîna jinan – Es lebe der Kampf der Frauen!
Bijî yekîtiya gelê kurd – Es lebe die Einheit des kurdischen Volkes!

Konga-Star Koordination, 16.06.2020

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