Internationalistische Grüße an die Menschen in Belutschistan

Belutschistan ist eine nördlich des Arabischen Meeres gelegene Region, die administrativ zu den Staaten Pakistan, Iran und Afghanistan gehört, wobei der größte Teil von Pakistan besetzt ist. Die Region wurde durch die kolonialistische Teilung des Territoriums durch Großbritannien Ende des 19. Jahrhunderts in verschiedene Staaten aufgeteilt. Trotz der Beendigung der britischen Kolonialisierung setzen sie heute ihren Kampf für politische Autonomie und gegen Rechtsverletzungen durch die derzeitigen Besatzerstaaten fort.

Heute, an ihrem nationalen Feierstag, sendet Kongra Star an die Menschen in Balutschistan und insbesondere an die Frauen diese Botschaft internationalistischer Solidarität:

An die Menschen von Belutschistan,

Im Namen von Kongra Star, der Frauenbewegung in Rojava, senden wir heute, am 11. August, internationalistische Grüße an die Menschen in Belutschistan. An diesem Tag, an dem sie ihren Kampf um die Wiedererlangung ihrer Freiheit feiern, indem sie an das Datum 1947 erinnern, an dem sie den britischen Kolonialismus in der Region beendeten.

In Belutschistan dauern die Menschenrechtsverletzungen durch die besetzenden Nationalstaaten, insbesondere durch den Staat Pakistan, weiterhin an. Die Menschen sind jeglichen Formen von Völkermord ausgesetzt. Dennoch herrscht auf internationaler Ebene und in der Öffentlichkeit Schweigen. Sie haben ihre Augen und Ohren verschlossen. In allen Kriegen und Konflikten sind insbesondere Frauen in doppelter Hinsicht der Gewalt ausgesetzt. Durch die taube und blinde Öffentlichkeit ist die Situation in Belutschistan, und insbesondere die Gewalt gegen Frauen, unbekannt. In Rojava, wie in allen Teilen Kurdistans, kennen wir die Brutalität der Nationalstaaten und ihre patriarchale Mentalität der Besatzung und Unterdrückung. Wir feiern den mutigen Kampf der Menschen von Belutschistan für ihre Freiheit und ihren Widerstand, der zur Freiheit führen wird.

Wir sollten als verleugnete Gesellschaften und besetzte Gebiete unsere Solidarität stärken, so senden wir den Menschen in Belutschistan all unsere Kraft, um weiterhin eine Welt aufzubauen, in der sich die Gesellschaft und insbesondere die Frauen als ihre Basis in Freiheit und ohne Zwang oder Gewalt jeglicher Art entwickeln können. Eine Welt, in der das freie Zusammenleben der Gesellschaften auf der ihrer Selbstverwaltung, gemeinsamen Verbindung und dem Gleichgewicht mit der Natur und der Freiheit der Frauen beruht.

Von Kurdistan bis Belutschistan werden wir uns weiterhin für die Freiheit und Geschwisterlichkeit der Gesellschaften einsetzen und den Internationalismus zur Grundlage des freien Lebens und des Friedens machen. Als Gesellschaft und insbesondere als Frauen müssen wir wissen, dass die Garantie der Freiheit der Frauen und der damit verbundenen Freiheit der Gesellschaft durch Selbstorganisierung erreicht wird.

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