Nachricht aus Rojava – 15.02.2026

Hier kannst du dir die Nachricht als Audio anhören:

Liebe Freund:innen,

wir senden euch diese Nachricht aus Rojava, einem roten Mittelmeerland, verwundet von Staatsbomben und genäht von den geschickten Händen älterer Mütter.

Wir schreiben euch am schwarzen Tag, dem 15. Februar, schwarz, weil an diesem Tag die Machthaber das Licht stahlen, das ein Volk in der Revolution leitete, indem sie den kurdischen Wegbereiter Abdullah Öcalan entführten und auf der Gefängnisinsel Imrali einsperrten.

Die Vereinigten Staaten, die Türkei, Israel, Großbritannien: Sie haben versucht, die Hoffnung auf eine demokratische Lösung für die Völker des mittleren Ostens zu zerstören, um weiterhin ihre schmutzigen Interessen zu verfolgen.

Es war eine internationale Verschwörung, die Öcalan am 15. Februar gefangen nahm, und am 6. Januar dieses Jahres, erlebten wir etwas Ähnliches erneut, mit Beginn des Krieges in Rojava und Nordostsyrien.

Wir wollen den ideologischen Charakter dieses Krieges deutlich machen: Das Land, in dem die Idee einer demokratischen Nation, einer Vielfalt an Kulturen und des freien Zusammenlebens der Völker Wirklichkeit geworden war, wurde angegriffen. Es war ein zweiter 15. Februar, an dem die internationalen Mächte erneut Bündnisse gegen das System der Selbstverwaltung der Völker, gegen die Frauenrevolution, schmiedeten.

Der IS, die pro-türkischen Söldner, die Streitkräfte der syrischen Übergangsregierung – sie alle verkörpern die vorherrschende patriarchale Mentalität dieses Jahrhunderts, die mit entsetzlicher Gewalt Frauen angreift, Frauen, die einer ganzen Region neue Hoffnung schenkten.

Sie wollen das Bewusstsein der Frauen und ihre revolutionäre Stärke auslöschen, doch dieses Bewusstsein ist in diesem Land tief verwurzelt.

Gegen diesen Krieg zu handeln und sich zu organisieren bedeutet, sich für eine Seite der Geschichte zu entscheiden, für den Weg der organisierten Gesellschaft und gegen den des Staates – für diesen historischen Weg, geprägt vom Widerstand von Frauen..

27 Jahre lang, Tag für Tag in Hochsicherheitshaft, leistete Abdullah Öcalan Widerstand, wie es nur ein zutiefst freier Mensch vermag.

Deshalb ist er der Anführer der Gesellschaft, deshalb konnte man den Völkern die Hoffnung nicht rauben.

Der Faschismus macht nicht an Staatsgrenzen halt; die imperialistischen Mächte verbünden sich in opportunistischen Abkommen und schmieden Komplotte, um die Lebenskraft der Völker zu brechen.

Doch die Gesellschaft kennt keine Grenzen.

Sie kennt die Perspektive der Einheit in der Vielfalt, des Widerstands und der Organisierung..

Es ist unsere Verantwortung, einen Internationalismus der Völker gegen die Gewalt dieser Hegemonialmächte zu verwirklichen.

Mit seinem unerschütterlichen Einsatz für die Menschlichkeit verkörpert Abdullah Öcalan auch heute noch die Hoffnung und die Möglichkeit des Sieges im Kampf.

Als Internationalisten fordern wir gemeinsam mit diesem Land seine dringende Freilassung,

denn Öcalans physische Freiheit ist die Voraussetzung für eine politische und demokratische Lösung,

sowohl für Syrien als auch für den gesamten Mittleren Osten.

Sie werden den Völkern nicht das Licht rauben,

sie werden die Frauenrevolution nicht aufhalten.

Biji Berxwdana Imrali

Es lebe der Widerstand von Imrali!

Jin Jiyan Azadi

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