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Liebe Freundinnen und Freunde,
Festival der Rückkehr zur Kultur der Mütter
Mütter sind seit Jahrtausenden Entwicklerinnen und Bewahrerinnen gesellschaftlicher Kultur und Traditionen. In Kobanê haben hunderte Frauen sowie Vertreterinnen regionaler Institutionen und Organisationen das „Festival der Rückkehr zur Kultur der Mütter” gefeiert. Damit wollten sie deutlich machen, wie wichtig es ist, dass Frauen und die Gesellschaft insgesamt in dem aktuellen Prozess die Kultur der Region lebendig halten und sie vor Angriffen und Ausbeutung schützen.
Die Identität, Kultur und Errungenschaften der Frauen werden massiv angegriffen. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen ihre Identität, ihre Arbeit und ihren Kampf auf jede erdenkliche Weise sichtbar machen. Frauen in traditionellen Kleidern stellten Gerichte der Region vor, es wurde von Frauen produziertes Kunsthandwerk ausgestellt und Tanz- und Musikgruppen der Frauenkulturbewegung Hîlala Zerîn präsentierten ihr Können.
Solidarität mit den Frauen Afghanistans!
Kongra Star folgte dem Aufruf afghanischer Frauen, am fünften Jahrestag der erneuten Machtübernahme der Taliban am 15. August weltweite Protest- und Solidaritätsaktionen durchzuführen. In einer Erklärung bekräftigte die Frauenbewegung ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Frauen Afghanistans in ihrem Kampf gegen die schwere Unterdrückung durch die Taliban. Anlässlich dieses Jahrestages verurteilte Kongra Star die systematische Missachtung der Rechte von Frauen – darunter das Recht auf Bildung, Erwerbstätigkeit und Teilhabe am öffentlichen Leben sowie das Recht auf Meinungsäußerung – und rief internationale Institutionen und Menschenrechtsgruppen dazu auf, über symbolische Erklärungen hinauszugehen und konkrete Schritte zu unternehmen, um Druck auf die Taliban auszuüben und diese Menschenrechtsverletzungen zu beenden.
Der 15. August und das Vermächtnis des Widerstands
Der 15. August gilt als Meilenstein im kurdischen Widerstandskampf. In verschiedenen Städten Rojavas, darunter Qamishlo, Hasakah, Dêrik, Dirbesiye, Tirbespiye, Girke Lege und Kobani, wurde dieser Tag mit Veranstaltungen und Gedenkfeiern gewürdigt. Überall kamen Einwohner:innen und Vertreter:innen lokaler Institutionen und Organisationen zusammen. Es wurden Reden gehalten und es gab kulturelle und künstlerische Darbietungen sowie traditionelle Tänze. Alle Teilnehmenden betonten, wie wichtig es sei, die Errungenschaften und Werte zu bewahren, die aus dieser Zeit des Kampfes hervorgegangen sind.
Gedenken an 745 Gefallene
In Qamishlo veranstaltete der Rat der Familien von Gefallenen eine Gedenkfeier für 745 in verschiedenen Jahren und an unterschiedlichen Orten ihr Leben verloren habende Gefallene der kurdischen Befreiungsbewegung und aus Rojava. Die Teilnehmenden betonten, dass das Gedenken an die Gefallenen über Veranstaltungen und Bilder hinausgehen müsse. Eine wahre Verbundenheit mit ihrem Opfer bedeute, ihren Weg fortzusetzen und die Werte zu wahren, für die sie ihr Leben gegeben hätten. Auf der Veranstaltung wurden auch die sich wandelnden politischen Umstände im Jahr 2026 sowie die Notwendigkeit thematisiert, die Herausforderungen der aktuellen Phase zu verstehen und sich auf einen neuen Abschnitt des Kampfes vorzubereiten. Während eine Präsentation wichtige Etappen des kurdischen Kampfes Revue passieren ließ – vom Widerstand des 14. Juli und dem Durchbruch des 15. August bis hin zu den Gefallenen der Rojava-Revolution –, entzündeten Mütter der Gefallenen Kerzen vor den Bildern ihrer Kinder.
Das Recht auf Rückkehr nach Serekaniye
Der Gouverneur von Hasaka hat sich mit Vertretern internationaler Organisationen sowie mit Mitgliedern des für die Umsetzung des Abkommens vom 29. Januar zuständigen Komitees getroffen, um die Vorbereitungen für die Rückkehr der Bewohner von Serekaniye zu erörtern.
Zugleich fordern die aus Serekaniye Vertriebenen weiterhin eine sichere, würdevolle und organisierte Rückkehr in ihre Heimat. Die Bewohner des Camps Washokani bestehen nach jahrelanger Vertreibung auf ihrem Recht auf Rückkehr und äußern angesichts der aktuellen Entwicklungen Sorge um die Sicherheit der Rückkehrenden. Sie fordern stärkere Sicherheitsgarantien, eine grundlegende Versorgung, Wiederaufbaumaßnahmen sowie Schritte, die sicherstellen, dass zurückkehrende Familien gefahrlos und in Würde in ihren Häusern leben können.
Damit senden wir euch revolutionäre Grüße aus Rojava!

